Posted on November 13, 2009 at 10:19 am

Apple erstmals vor Nokia

Dem iPhone sei Dank: Erstmals kann Apple auf dem Handymarkt seinen schärfsten Konkurrenten Nokia auf die Plätze verweisen – allerdings lediglich bezüglich des Gewinns, beim Marktanteil haben die Finnen mit knapp 40 Prozent weltweit weiterhin die Nase vorn. Auch die Anzahl der verkauften Nokia-Modelle ist mit 108,5 Millionen Mobiltelefonen deutlich höher als bei Apple, die zwar im vergangenen Quartal einen neuen Rekord-Umsatz vermelden, aber dennoch „nur“ 7,4 Millionen Exemplare der drei iPhone-Varianten plus iPod-Touch unters Volk bringen konnten. Nichtsdestotrotz reichten die im dritten Quartal des Jahres eingefahrenen 1,1 Milliarden Dollar Gewinn Nokia nicht, um an Apples 1,6 Milliarden Profit heranzukommen. Und nicht nur das: In den USA konnte Apple erstmals einen höheren Marktanteil erzielen als die Konkurrenz, während der Mobilfunkanbieter Orange nach dem Ende des Exklusiv-Vertriebs durch O2 in Großbritannien allein am ersten Tag bereits 30.000 iPhones verkaufen konnte. Kein Wunder also, dass sich allmählich Panik beim Noch-Weltmarktführer breit macht, wie beispielsweise die jüngste Klage der Finnen zeigt, in der sie Apple vorwerfen, mit seinem iPhone mindestens zehn Patente bezüglich angeblich von Nokia entwickelter Übertragungsstandards zu verletzen. Der entscheidende Knackpunkt dürfte jedoch ein anderer sein: Mit dem Kauf eines iPhones ist ein deutlich höherer Imagegewinn bei den Kunden verbunden als mit dem Erwerb eines herkömmlichen Mobiltelefons. Hinzu kommen wesentlich abwechslungsreichere Software und eine exzellente Benutzerfreundlichkeit, die Nokia, wie auf der alljährlichen Hausmesse „The Way We Live Next“ bekannt wurde, zukünftig vor allem mit realitätserweiternden Anwendungen toppen will. Dafür gilt es allerdings zunächst, einen beträchtlichen Rückstand bezüglich Anzahl und Technik der vorhandenen Anwendungen aufzuholen. Ob das gelingt? Wir werden sehen…

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